Beschäftigt man sich mit Skandalen im politisch-gesellschaftlichen Bereich, kommt man mit aufschreiben, dokumentieren, recherchieren nicht mehr nach. Auffallend dabei ist: In den Medien tauchen bestimmte Skandale kaum auf: Das sind die Skandale, die mit Geldanlegern, mit sog. Finanzberatern etc. zu tun haben. Nur ein Beispiel. Kennen Sie die "Fechter" Zwillinge. Nein nicht die beiden jungen Damen, die händehaltend in Rio beim Marathon über die Ziellinie gelaufen sind und nicht das Laufen an sich als "Gold"-Quelle entdeckt haben, sondern die Medien dazu benutzen und ihre nette Ausstrahlung um sich selbst zu "vermarkten". Das sind die Hahner Zwillinge und ein kritischer Medienbericht dazu gibt es unter: Hier klicken !
Die Fechter Zwillinge ( Thomas und Michael - beide 54 J.) aber haben ein anderes "Geschäftsmodell" : Sie nahmen das Geld ( ca 50 Mill. ), das ihnen Kleinanleger ( stille Teilhaber - ca. 25 000 ) anvertrauten und verschoben es hin und her, bis es für ihre Privatzwecke einfach weg war. Zwillinge die sich einig sind erreichen scheinbar viel, wobei die Fechter Zwillinge sich vor einem Gericht verantworten mußten und auch verurteilt wurden.
Noch dreister ging ein in Deutschland lebender Serbe vor: Der Rennfahrer und Hobbypilot Slobodan Cvetkovic hat aus einem Finanzunternehmen Gelder abgezweigt und für private Zwecke mißbraucht, wobei der Schaden mit 50 Mill. beziffert wurde. Bei solchen Nachrichten wird aber nur der sichtbare Schaden bemessen. Die Geschädigten aber - und das sind wieder und immer wieder Normalbürger mit ihren Ersparnissen - stehen oft vor einem Trümmerhaufen. Viele erholen sich von solchen Betrügereien zeitlebens nicht mehr. Zwar werden die Täter, sofern die Betrügereien auffliegen, verurteilt, was aber geschieht mit den Opfern ? Einen angemessenen Ausgleich für die Schäden gibt es nicht ! Hier wäre im Übrigen auch der Gesetzgeber gefordert.
Solche und ähnliche Skandale gibt es beinahe im Minutentakt. Oft aber werden solche Vergehen mehr als Kaveliersdelikt geahndet und eingestuft. Jüngstes Beispiel ist Herr Hoeness, der nun wieder als Vorstand des finanzstärksten Fußballvereines in Deutschland weitermachen kann ! Leider gibt es Viele, die Vergehen sokcher Art als gering einschätzen. Oft die selben Menschen, die drakonische Strafen bei Kleinvergehen fordern ( wir erinnern uns an ArbeitnehmerInnen, die wg. ein paar Brötchen oder gar geringeren Vergehen ihren Job verloren haben etc. ) Hier stimmen die Relationen überhaupt nicht mehr. Schlimm dabei: Die Gerichte ziehen da mit.
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