Mittwoch, 19. Februar 2014

Skandale über Skandale

Wer einen Rundblick über die derzeitige Politik in Deutschland wagt, dem wird auffallen, dass seit Monaten, nein Jahren in der Politik besonders Eines stark ausgeprägt ist: Die Anzahl der Skandale. Der Fall Edathy wäre wohl nie in dieser Größe zustande gekommen, wenn da neben dem Skandal, größere und kleinere Skandale entstanden, vorhanden oder gekommen wären.

Immer mehr fragen sich die BürgerInnen: Was tun unsere Volksvertreter denn noch für uns. Da gab es besonders herausragend zu erwähnen, dass es Diätenerhöhungen für die Mitglieder des Bundestages gegeben hat. Dem(r) Bürger im Land und zwar von "ganz unten" her werden immer mehr Probleme aufgebürdet. Die Frage wird sein: Wie lange geht das noch gut ? Natürlich läuft es noch einigermassen im Land. Das hat Gründe, die nicht rühmlich sind. Es sind Geringverdiener, es sind sozial Schwache die man teils durch Zwang, teils durch Täuschung und wiederum Zwang die Zeche zahlen ließ, die Andere verursacht haben. Dafür will man sich dann auch noch feiern lassen, was so gar nicht recht gelingen will. Die Zeit schreitet voran. Die Menschen sind besser und schneller informiert. Aber genau deshalb fragen nicht nur wir uns: Weshalb bleibt es so ruhig in diesem Land. Eine Antwort lautet ganz bestimmt: So wie ( Noch) Arbeitsplatz-Inhaber Hartz IV wie der Teufel das Weihwasser fürchtet, so sehen viele Deutsche auf Griechenland, auf Italien und sogar auf Frankreich und bleiben lieber still, solange in ihrer unmittelbaren Umgebung Alles einigermassen erträglich ist. Ja nicht Wenige, die mittun, die auf Hartzler und Ausländer etc.  eindreschen aber selbst eine Heidenangst vor Hartz IV z.B.  haben. Ein Phänomen, das in so manche Abgründe menschlichen Handelns blicken läßt. Angst ist es auch, was die Schweizer zu ihrer mehrheitlichen Entscheidung getrieben hat. Wobei dort vor Allem die Unternehmer diese Entscheidung kritisieren, die ihre Pfründe wegschwimmen sehen, weil Viele Mitarbeiter gut ausgebildete Facharbeiter etc. sind. Was sie und viele Politiker nicht verstehen oder verstehen wollen ist, dass wenn man in einer Gesellschaft nur wirtschaftliche Aspekte betrachtet und weniger die Sorgen und Ängste der Menschen, ein Eklat geradezu heraufbeschworen wird. Wer immer mehr auf Ungleichheit setzt zudem, dem blüht Ähnliches. Noch läuft es wie geschrieben, zufriedenstellend so, dass die Menschen offensichtlich einigermassen ruhig bleiben, wobei an dieser Stelle auch einmal auf die vielen Proteste in der EU verwiesen werden sollte, die auch von Medien nicht mehr aufgegriffen werden. Medien, die immer mehr gleichgeschaltet und unausgewogen berichten. Nein: Die Skandale werden nicht weniger werden, die Probleme aber könnten beim nächsten Crash, der kommen wird ( ! )  zu verheerenden Folgen führen. Ein Umdenken hat es nach 2008 nicht gegeben. Immer noch leben wir in einem Kapitalismus, der nun nur wenig gezügelt sich aufmacht, das Gefälle zw. arm und reich noch mehr auszuprägen. Denn genau dies wurde eben nicht angegangen, wurde nicht angegangen oder gar beseitigt. Das ist der wahre Skandal hinter all den Skandalen.

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