Freitag, 20. Juni 2014

Skandale an allen Ecken. Nun auch bei Greenpeace. Ein Brief an die Organisation.

Sehr geehrte Damen und Herren,

es war klar, dass Greenpeace nach all den Vorkommnissen reagieren muß. Allerdings und das ist unsere Meinung hätte man mehr mit Inbrunst und Zurückhaltung und auch Selbstkritik reagieren müssen. Greenpeace steht nicht zum ersten Mal in der Kritik !

Die Erfolge aufzeigen, ja o.k. Aber wenn wir Alle ehrlich sind: Die Welt ist nicht besser geworden. G. könnte aussasgen: Ohne uns wäre sie noch schlimmer ( auf die Umwelt bezogen ). Aber da kommen wir schon an den Kern der Dinge. Warum wird es immer schlimmer ? Der Faktor Geld und Kapitalismus spielt hier eine erhebliche Rolle. Länder wie China, Indien u.a. wollen nun auch nach „westlichem“ Vorbild leben. Geld, Geld und nochmals Geld. Wer nicht mitmacht ist schnell Aussenseiter. Greenpeace war auch deshalb eine Hoffnung für Viele. Und wir kennen Einige, die im reichen D z.B. auf Konsum und angebliche Segnungen des Kapitalismus verzichtet haben und ein Leben leben, ohne die Umwelt zu belasten. Sie kommen immer mehr ins Hintertreffen. Denn wer nicht mitmacht, wird gesellschaftlich geächtet. Greenpeace oder besser, die in der Org. oben stehen sind weit weg von solchen Menschen, obwohl sie von der Ideologie her sehr nahe bei ihnen sein sollte. Wie bei den Grünen, die zwischenzeitlich die Partei der Besserverdienenden sind und auch sein wollen, die etwas ökologischer sein wollen, aber schon den Menschen abverlangen, dass sie mit wenig Geld den ökologischen Umbau bezahlen, während Andere im großen Stil profitieren. Wie bei den Grünen also, so kann man das bei Greenpeace auch einordnen. Man hat den Kapitalismus quasi mit der Ökologie verbinden wollen, man wollte baden ohne nass zu werden, wollte etwas vollkommen Gegensätzliches , was sich einfach ausschließt miteinander verbinden. Zumindestens die Macher, die Vorstände etc. in den Parteien und Organisationen. Der Hinweis immer wieder auf die ( angeblichen ) Erfolge, die teilweise stimmen, teilweise aber auch recht übertrieben sind, zumindest bei den Grünen. Greenpeace versucht nun mit einer Kampagne das Image aufzupolieren. Das tut der ADAC jetzt auch. Alles mit dem Geld der Mitglieder ! Aber die Genannten sind nicht die Einzigen. Liest man einmal bei Twitter etc. so läuft momentan ein Fass über. Die Menschen ödet es immer mehr an, nur noch als dumme Zahler ausgenutzt zu werden.

Für Greenpeace gibt es nur einen Weg: Ein Neuanfang auf den Grundlagen dessen, was diese Org. einmal entstehen lassen hat. Wir jedenfalls werden weder spenden noch Mitglieder sein, bis ein ehrlicher Neuanfang gemacht worden ist. Einige von uns werden die noch vorhandene Mitgliedschaft in den nächsten Tagwen kündigen ! Das was da geschehen ist ist kein Ausrutscher: Das geht viel tiefer !  Das ist Welten entfernt von dem, wie es sein sollte.

Lothar Schwarz ° Ettenheimerstr.9 ° D-77975 Ringsheim
& Freunde

Sonntag, 15. Juni 2014

Steuerhinterziehungen und Sozialbetrug im Vergleich

Wer genau beobachtet und analysiert ohne in die eine oder andere Richtung zu tendieren, also neutral betrachtet, stößt auf immer mehr Ungereimtheiten, Lügen und Tricksereien.

So werden selbst von renommierten Medien Aussagen gemacht, die in der Sache wohl schon stimmig sind wenn auch einseitig. Aber von Medien muß erwartet werden, dass sie vollkommen aufklären oder wenigstens gut recherchieren ohne auf dem einen oder anderen Auge blind zu sein !

Wir erinnern uns. Es gab Zeiten, da gab es geradezu einen Medien-Hype zu sog. Sozialbetrügern und Leuten, die wg. Bagatelldelikten aus Betrieben geflogen sind. Viele Medienberichte, Kommentatoren etc. waren sich damals einig: Auch wenn man beim Arbeitgeber ein ( nicht mehr ganz frisches ) Wurstbrötchen "entwendet" hat, muß das zur Kündigung führen. Ich kann mich gut an Kommentare erinnern, die aussagten, dass das "Vertrauensverhältnis" zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer dadurch einen nicht mehr gutzumachenden Knacks erfahren hätte und somit die Kündigung unabdingbar gewesen wäre.

Heute sind wir ein Stück, eine Zeit weiter. Heute geht es um viele Millionen Steuerhinterziehung. Es ist auffallend, dass Viele, die damals nach Kündigungen für Bagatelldelikt-Täter ( oftmals waren sie es nicht einmal, sondern sind dem Arbeitgeber einfach nur unliebsam geworden durch ganz unterschiedliche Verhaltensweisen wie z.B. gewerkschaftliche Aktivitäten ) gerufen haben, heute die verteidigen, die Millionen an Steuern hinterzogen haben. Das Weltbild solcher "Mitmenschen" kann man nicht in Worte fassen, denn das ist unfassbar.

Wie weit solche Verhaltensmuster aber verbreitet sind zeigt auch, dass man heute wieder munter auf angeblichen Sozialbetrug hinweist. BILD wieder einmal vorneweg. Dabei wird aber etwas getan, was man durschaubar machen muß. Denn man spricht bei den "Sozialschmarotzern" ( BILD u.a. ) von Milliardenbeträgen, die da angeblich draufgehen. Es gibt Sozialbetrug in diesem Land ja. Aber es gibt Untersuchungen hierzu. Und die sehen gar nicht so drastisch aus, wie das die ganz interessierte Seite mit ihren oft verschrobenen Meinungen darstellen. Aber vor Allem und dies soll dieser Artikel beinhalten vergleicht man da auch Millionen von Menschen und die aus den angeprangerten Missständen resultierenden Summen mit z.B. Einzelpersonen wie Hoeneß und setzt dem Ganzen dann noch eine Krone auf, indem man aussagt: Na Jeder tut doch etwas in der Art...wobei man da eher die Taten von Hoeneß & Co herunter zu spielen versucht. Die große Frage ist: Ist der Vergleich zuläßig ?  Wer also eine kleine Summe hinterzogen hat, geklaut hat oder wie auch immer wird immer wieder in einen Topf geworfen mit Millionen Anderen mit angeblich ähnlichen Taten und  (z.B.) Steuersündern mit Millionenbetrügereien gegenüber stellt. Da ein paar Euro vielleicht für z.B. ein paar alte Brötchen gegenüber Geld, das von viel Geld stammt, das man an der Steuer vorbei ins Ausland geschafft hat, als Beispiel. Dort die Not von Menschen, die oft nicht genug Geld haben, um sich Essen zu kaufen gegen Jemand, der zockt, gierig vom Vielen das man hat, nichts an die Gemeinschaft geben will ? Wobei dann immer noch die Frage ist, wie derjenige an das Geld gekommen ist, das er unversteuert ließ ! Und da kämen dann noch ganz viele Fragen auf.  Auf der einen Seite eine große Summe von angeblichen Tätern gegenüber Tätern, die wie Hoeneß Einzeltäter im großen Stil waren oder sind.

Wer also solche Vergleiche macht, sie zuläßt oder verbreitet, der handelt polemisch, undemokratisch und bösartig. Nein nicht clever, wie das so Manche meinen. Allenfalls verschroben, ungenau, verlogen oder gar verbrecherisch. Wer einmal die jüngste Geschichte in diesem ( aber auch anderen Ländern ) anschaut, die sich kapitalistisch nennen, der spürt jeden Tag mehr, wie nur noch pure Lügen, Tricksereien etc.  das Ganze zusammenhält. Und es gibt Gott sei Dank noch genug Menschen, die sich fragen: Wie lange wird das Ganze noch so bleiben oder gar bleiben können aber auch: Was kommt danach ! Es sind Menschen, denen viel zu oft nachgesagt wird, sie seien die, die "unrealistisch" sind, ja ihnen wird die Polemik unterstellt, die diese in der schlimmsten Art verkörpern, die in diesem Bericht genannt wurden und die im hohen Maß unverantwortlich handeln in vielerlei Hinsicht.